Rabenclan

Verein zur Weiterentwicklung heidnischer Traditionen e.V.

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Aktuelles Beltaine 2007 Programm
13.10.2007, 12:30

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Beltaine 2007:
Der Grundstein schöner Dinge
Ein Fest des Rabenclan e.V.
vom 27. April bis 1. Mai 2007



Vorläufiges Programm

Freitag, 27.04.2007

20:00 Ankunft - die steht schon fest


Samstag, 28.04.2007

11:00 Workshop Teil 1
zur Vorbereitung einer tänzerischen Beltaine-Performance
Larissa

13:30 Kolloquium
Das Feuer im Kopf: Konzepte der Kreativität in der Antike und heute
Lugaddon

20:00 Konzert
Pittkunings, sorbischer Liederpoet und Märchenerzähler

21:30 Gesprächsrunde
mit Pittkunings zum Thema "Sorben gestern und heute"


Sonntag, 29.04.2007

11:00 Workshop Teil 2
zur Vorbereitung einer tänzerischen Beltaine-Performance
Larissa

13:00 Ausflug
zum Opfermoor bei Niederdorla

16:30 Vortrag
Einführung in den Mythos
Ben

19:00 Offene Diskussion
Die Präambel des Rabenclan: Zeit zum Umbau?
AG Presse

Montag, 30.04.2007

09:30 Kolloquium 1
Der Mythos vom Übernatürlichem und anderen heidnischen Absonderlichkeiten

13:00 Kolloquium 2
Diskussionsrunde mit dem Kulturtheoretiker PD Narahari Rao (Universität Saarbrücken) über Rituale und Traditionen


19:00 Gesprächsrunde
Bevor die Mainacht rockt, bietet es sich an, über die erste Hälfte des Vereinsjahres zu reden und die zukünftige Hälfte anzuvisieren. Ein besonderer Blick: Die neue Vorstandswahl an Samhain 2007.

Tanz in den Mai?

Dienstag, 01.05.2007

14:00 Abfahrt - die steht leider auch schon fest

Dieses Programm ist vorläufig und wird fortlaufend erweitert und aktualisiert.


Ankündigung  
Tanzen in Lützensömmern
oder: Beltaine bewegen

In einen leeren Raum, kann man unterschiedliche schöne Dinge stellen:
Einen Grundstein, ein Bett, ein Bild, eine Musik...

In einem leeren Raum kann man sich bewegen:
kantig, rund, schnell, langsam, sexy, abweisend, neu, gewohnt, mit Plateauschuhen, barfuß, solo, zu dritt...

Was: Ich möchte mit allen Begeisterten für Beltaine einen Raum tänzerisch gestalten. Was entsteht, ist eine Idee für eine Beltaine-Performance, die dann am Montagabend nach draußen getragen werden soll.

Wann: Los geht es am Samstag Morgen/Mittag (Uhrzeit wird dann besprochen) mit einem einstündigen Aufwärmtraining, in das ich Elemente aus der Kontaktimprovisation, Modern Dance und dem Tanztheater mit einfließen lasse. Danach werden wir uns durch andere Übungen an unsere Idee einer Beltaine-Performance "heranschmeißen".

Bringt bequeme Kleidung mit und ein besonderes Kleidungsstück, das ihr dann an der Performance am Montagabend tragen könnt. Ich werde Requisiten und Musik mitbringen.

Bei Interesse würde ich mich vorab über eine Rückmeldung freuen. Mail: fest [ad] rabenclan.de

Ich freue mich darauf.

Larissa




Ankündigung  
Einführung in den Mythos  

Ein Vogel, der von weitem riesig erscheint, doch aus der Nähe betrachtet keineswegs so groß ist, verdunkelt einen Augenblick den Himmel über dem Boulevard - stürzt wie ein Wirbelwind auf das Restaurant zu, zertrümmert die Frontscheibe und läßt sich, durch einen Flügelschlag Kokles' eines Auge zerquetschend, mit lautem, zwar zärtlichem, ja, aber auch gebieterischen Gekrächze an Prometheus' rechter Seite nieder. Dieser öffnet sogleich seine Weste und bietet dem Vogel ein Stück seiner Leber dar.
(aus: André Gide, Der schlechtgefesselte Prometheus)

Noch heute tauchen Götter, Helden und absurde Gestalten in unseren Geschichten auf, wie 1958 bei André Gide. Ob in Märchen, Legenden oder in Mythen, in der phantastischen Literatur oder auch dort, wo man es erstmal nicht erwartet. Selbst im alltäglichen Leben begegnen einem Namen aus einer Zeit, die wir schon lange hinter uns gelassen glauben: der Apollo-Optiker, der Phönix-Buchhandel oder das Atlas-Reisebüro.
Auch der alltägliche Sprachgebrauch kennt das, wenn man sagt, „das ist ein Mythos!“ und damit meint: „das ist gelogen!“ - doch was ist das denn, der Mythos? Eine märchenhafte Geschichte, eine historisch halb wahre Legende, eine Lüge oder einfach nur ein Überbleibsel der romantischen Dichter aus dem 19. Jahrhundert? Und was ist so magisch am Mythos? Was für eine Wirkung hat er? Was unterscheidet den Mythos der Antike von unserer heutigen Lesart in Literatur oder Kino? Und inwiefern kann der Mythos einer modernen Gesellschaft schöpferisch nützlich sein?
Der Vortrag versucht eine große Breite des Begriffs „Mythos“ zu erfassen, möchte erste Fragen beantworten und eine kleine Schau darüber hinaus geben.

Benjamin Wangler




Ankündigung  
Das Feuer im Kopf: Konzepte der Kreativität in der Antike und heute  

Ideen sind das beste, was es gibt. Irgendwo gibt es sie, all diese Ideen. Dort sitzen sie, und hin und wieder zeigt sich eine von ihnen und wird als solche plötzlich erkannt. Etwas wird dabei zur gleichen Zeit gesehen, erkannt und gefühlt, womit ein großer Ausbruch an Enthusiasmus einhergeht. Du verliebst Dich regelrecht in sie. (...) Du musst ihre Einzigartigkeit bewahren, denn Ideen sind größer, als Du es Dir zunächst vorstellen kannst. Sie sind fast wie Geschenke, und auch, wenn Du sie nicht vollständig begreifst, dann wahre ihre Einzigartigkeit, denn dann werden sie auf vielen Ebenen eine Saite zum Klingen bringen. Wenn Du zu viel an ihnen herumschraubst, klingt überhaupt keine Saite, sie geben dann nur so ein Scheppern von sich. (...) Später sagt jemand womöglich zu Dir: "Das ist eine sehr unkommerzielle Idee" oder "Das wird ein Vermögen einbringen!". Aber wenn Du darüber im ersten Schritt nachdenkst, machst Du Dir in meinen Augen über die falschen Dinge Gedanken.
(Der Maler und Filmemacher David Lynch in "Lynch on Lynch")

In Werbeagenturen genießen die so genannten "Kreativen" eine Sonderrolle: Wer sich etwas einfallen lassen kann - und sei es nur einen Reklamespruch für Kaugummi -, der gilt etwas und darf im Kapuzenpulli am Tisch mit den Anzugträgern sitzen. Es gibt mittlerweile Kreativseminare und Kreativschulen, denn bei allem, was sich zu Geld machen lässt, ist das Interesse an den Produktionsbedingungen und -voraussetzungen (sowie der Optimierung derselben) groß. Nicht zuletzt deshalb wird heute vielfach verkündet, dass Kreativität im eigentlichen Sinne des Wortes "machbar" sei. Wer die Geheimnisse der Kreativität kennt, so lautet das Versprechen, der kann sich ihrer nach Belieben bedienen. Doch wer sich wirklich einmal nach ganzem Herzen in eine Idee verliebt hat, der weiß, dass das Geheimnis dieses Vorgangs - wie alle Vorgänge der Liebe - ein höchst flüchtiges Wesen ist. Schwerer noch, als die Idee selbst zu packen, ist es, den Vorgang ihrer Entstehung nachzuvollziehen und mitzuteilen. Unter den irischen Barden gab es ein komplexes Ritual, das im Dienst der heiligen Inspiration, stand; dabei rief der Barde die Geister nach dem rituellen Verzehr von Hunde-, Katzen- oder Schweinefleisch mit der Bitte um Eingebungen an. Die Musen, die sich als Quellnymphen um Apoll scharten, leben fort in der Vorstellung der Frau an der Seite des Künstlers, die seine Schaffenskraft erst möglich macht. Lasst uns ein paar der Separés, in denen es zum Stelldichein der Suchenden und Schenkenden kommt, gemeinsam aufsuchen. Wen das dortige Geschehen zu eigenen Taten inspiriert, den lasse ich mich gerne einen Kuppler schimpfen.

Lugaddon




Ankündigung  
Die Präambel des Rabenclan: Zeit zum Umbau?  
Wir verehren die Natur. Sie ist heilig und schützenswert. Wir stehen in der Nachfolge der alten vorchristlichen Religionen Europas. Wir sehen es als unsere Aufgabe, deren altes Wissen zu sammeln, zu bewahren und anzuwenden. Wir respektieren das persönliche Recht des Einzelnen auf freie Religionsausübung, die verschiedenen Strömungen innerhalb des Heidentums sind gleichberechtigt. Wir erwarten von unseren Mitgliedern, daß sie die Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen. Wir lehnen Gruppierungen und Einzelpersonen ab, welche die Freiheit und Würde des Menschen mißachten.
(Präambel der Satzung des Rabenclan e.V.)

Schon lange äussern viele Mitglieder im Verein ihr Unbehagen und ihre Unzufriedenheit mit diesen Worten der Präambel des Rabenclans. Zu naiv scheint sie vielen, zu wenig reflektiert angesichts der vielfältigen Projektionen, mit denen das Heidentum überfrachtet wird. Aktuelle Auseinandersetzungen mit externen Beobachtern machen derzeit nocheinmal deutlich, dass die seit zwei Jahren immer wieder aufkommende Diskussion, ob die Satzung überarbietet werden sollte, endlich abschließend auf eine der folgenden Mitgliederversammlung entschieden werden sollte.


Ankündigung  
Der Mythos vom Übernatürlichem und anderen heidnischen Absonderlichkeiten  
Zumindest in der westlichen Welt gibt es die sehr hartnäckige Phantasie, es hätte einmal eine Zeit gegeben, in der die Dinge sowohl schöner als auch weniger fragmentiert waren; der älteste Ausdruck dieser Phantasie findet sich wiederum sehr früh in der griechischen Literatur (...). Aber das ist eine Phantasie, und kein ernsthaftes Studium der antiken Welt sollte uns in dem Versuch bestärken, zu dieser Welt zurückzukehren, um in ihr nach einer verlorenen Harmonie zu suchen, einer Harmonie in unseren sozialen Beziehungen zueinander oder, wenn es denn darauf ankomt, in unseren Beziehungen zum Sein. Wenn wir aber eine besondere Schönheit und Macht in den Dingen finden, die uns aus dieser Welt überliefert werden, ist es ermutigend, davon auszugehen, daß wir sie nicht nur bewundern, sondern auch, zumindest teilweise, einer modernen Anwendung zuführen können.
(Bernard Williams)

Es gibt eine Menge merkwürdiger Klischees, die über animistische und polytheistische Kulturen verbreitet werden, sowohl von denjenigen, die in ihnen eine Art Vorbild sehen als auch von denjenigen, die sie als infantile oder irrationale Vorstufen der modernen Zivilisation betrachten. Dazu gehört die Attestierung einer angeblichen „Natürlichkeit“ und „Naturverbundenheit“, ebenso wie ein besonderes Denken oder Fühlen („mythisches Weltbild“, „Spiritualität“, „Ganzheitlichkeit“) etc. Sie werden immer wieder als Ausdruck eines besonderen Wissens heidnischer Kulturen genannt, dessen es uns in der durch das Christentum geprägten westlichen Moderne mangelt. Auch die Website des Rabenclan wie auch seine Präambel verwenden solche Klischees.

Das Impulsreferat wird sich mit einigen dieser Klischees befassen und alternative Wege eines Rekurs auf diese Kulturen vorschlagen. Das anschließende Kolloqium soll dabei die exemplarische Fragestellung erörtern, wie eine bestimmte antike Auffassung von "übernatürlichen Zwang", mit der sich die antike Politik konfrontiert sah, intelligent rekonstruiert werden kann. Ausgegangen wird dabei von einem Vorschlag des britischen Moralphilosophen Bernard Williams.




Hinweis:

Der Rabenclan ist ein Verein, der vom Engagement seiner Vereinsmitglieder lebt. Was angeboten wird hängt in der Regel davon ab, zu was die Mitglieder Lust haben. So richtig weiß das zur Zeit aber noch keiner. Man munkelt etwas von Aktionskunst. Einige Revoluzzer sollen auch etwas geplant haben. Und der ein oder die andere Musikerin wird sich sicher auch noch einfinden. Sagt man. Einen Eindruck davon, wie so ein Treffen aussehen kann, kann man aber durch die Festberichte der AG Festplanung gewinnen.

Falls man etwas alleine unternehmene will, laden zu Exkursionen der Hörselberg bei Eisenach und das Opfermoor bei Obderdorla/Niederdorla ein.

Der Hörselberg mit der Venushöhle gehört zu den bekanntesten Blocksbergen Deutschlands. Er gilt als Schauplatz der Tannhäusersage, die durch die Nacherzählung von Heinrich Heine bekannt wurde und in dieser Form wohl auch Richard Wagner entscheidend inspiriert hatte. Der Hörselberg liegt etwa 50 km von Lützensömmern entfernt.

Das Opfermoor liegt in der Region Vogtei unterhalb des Städtchens Mühlhausen und nördlich von Niederdorla. Es ist wegen seiner Holzskulpturen von Göttern und Göttinnen bekannt. Verschiedene germanische Sippenverbände und Stämme brachten hier Tier- und Menschenopfer dar. Das Opfermoor ist etwa eine Autostunde (44km) von Lützensömmern entfernt.


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News
Bücherspiegel 2016
Neue englischsprachige Monografie über (neo-)germanisches Heidentum von Stefanie von Schnurbein erschienen. Der Rabenclan wird rund ein dutzend Mal erwähnt. Mehr Informationen hier.

Kulturhistorische Beiträge
Óskmejyar Teil 1 - Die Walküren in der Helgaquiða Hundingsbana I (von Hans Schuhmacher)
Thesen zur Germanischen Frau (von Hans Schuhmacher)
Die unbekannte Tradition: Slawisches Heidentum (von Anna Kühne)

Übrigens:

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Begründung:

Der Rabenclan verbreite jugendgefährdendes Material über Okkultismus und New Age. Wer einen Kommentar an Symatec schreiben mag, folge diesem Link: