Rabenclan

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05.11.2007, 23:17

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Holunderfest bei Frau Holle

Vom 29.04.-01.05.2005 lud der Rabenclan - Arbeitskreis für Heiden in Deutschland e.V. zum diesjährigen Fest anläßlich von Beltane nach Reichenbach im hessischen Werra-Meißner-Kreis ein. In Anspielung auf Frau Holle, die u.a. in dieser Gegend ihre Wohnstatt haben soll, und dem ihr geweihten Strauch war das Fest "Holunderfest" genannt worden.

Fast 60 Erwachsene und 10 Kinder verbrachten dieses Wochenende gemeinsam auf dem Gelände des HdJ Reichenbach, das zum ersten Mal für ein Vereinsfest angemietet worden war. Die Schönheit der Landschaft und die geheimnisvoll bis idyllisch wirkende unmittelbare Umgebung beeindruckten von Anfang an.

Nach der Begrüßung am Freitagabend mit Holundergeleebrot und Holunderwein nahmen 15 Personen an einer privat organisierten Schwitzhütte teil. Der Rest des Abends verstrich bei Gesprächen und Musik, z.T. bis in die frühen Morgenstunden. Am Samstagvormittag gab es für Interessierte einen Schnupperkurs im Bogenschießen, der Neulingen einen ersten Einstieg ermöglichte und erfahrenen Bogenschützen die Gelegenheit bot, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Der angekündigte Vortrag von Prof. Harald Braem vom Kult-Ur-Institut musste bedauerlicherweise aufgrund kurzfristig eingetretener, privater Umstände abgesagt werden. Im Mittelpunkt des samstäglichen Nachmittags stand so die Gestaltung eines spielerischen "Rituals" zum Ersten Mai. Berna Kühne-Spicer führte mit einer Lesung von literarischen Texten zu Frühlingsritualen und der Walpurgisnacht in die Thematik ein. Wenig später zogen Männer und Frauen los, um in getrennten Gruppen sogenannte "Frühlingsstecken" zu schnitzten bzw. aus Blumen und grünen Zweigen Kränze zu flechten. Mit viel Spaß wurden "Lockgesänge" geprobt und sich mit Utensilien aus Wald und Wiese adrett zurecht gemacht.


Von wegen "ganz einfach"...

Letzte Vorbereitungen

Die Maikönigin

Am Spätnachmittag waren denn auch die Lockrufe der Frauen hörbar, die weit über das Gelände schallten und von entsprechenden Gesängen der sich nähernden Männerhorde - mehr oder weniger sicher intoniert - beantwortet wurden. In einer ergreifend romantischen Szenerie trafen beide Gruppen auf einer sonnenbeschienenen Blumenwiese aufeinander. Die zuvor von den Frauen gewählte Maikönigin erkor sich unter einem mit bunten Bändern geschmückten Blütenbaum aus der Schar der Mannsbilder ihren Maikönig - trotz origineller Selbstlobpreisung einiger Konkurrenten fiel die Wahl bemerkenswert bestimmt aus.

Doch bevor die Herzen der BeobachterInnen angesichts des zarten Glücks vor lauter Rührung dahinschmelzen konnten, begannen die Männer, die Frauen über die Wiese zu jagen, um mit ihrem Frühlingsstecken einen Blumenkranz zu erobern und dafür ihr (Papier-)Herz herzugeben. Auch wenn das Jagdverhalten aufgrund des hohen Anteils an gegengeschlechtlichen Paaren unter den Festteilnehmern vorhersehbar war, tat dies dem Spaß der Beteiligten keinen Abbruch. Obwohl (oder weil?) die Frauen recht provokativ auftraten, schien so mancher Vertreter des schwachen Geschlechts hier und da doch etwas unschlüssig, ja, unsicher. Hinsichtlich zukünftiger Beltane-Feiern war man sich jedoch in beiden Fraktionen einig, dass das Ganze "ausbaufähig" sei. Das fröhliche Treiben endete mit einem Feuerspringen, eröffnet vom Maikönigspaar.


Maskuline Wunschträume

Den Abend füllte ein Festgelage an einfallsreich dekorierter Tafel aus - mit kaltem und warmem Büffet sowie mit den bewährten Weinen aus ökologischem Anbau, mit denen die Mitglieder der Konvergenz-Gesellschaft seit längerem die Rabenclan-Festivitäten bereichern. Nach dem Essen gab es bis tief in die Nacht hinein selbstgemachte Musik in großer Runde am Lagerfeuer.

Die Veranstaltung zeichnete sich durch einen recht hohen Anteil von neuen Teilnehmern aus, die zum ersten Mal bei einem Rabenclan-Treffen dabei waren und den Verein kennenlernen wollten; ein Trend, der sich erfreulicherweise schon seit längerem bemerkbar macht. Umso dankbarer war Vorstandsmitglied Berna Kühne-Spicer, in deren Händen die Organisation hauptsächlich lag, dass die Teilnehmer viel Verständnis für die improvisierte Gestaltung hatten. Wenn auch manches in der Organisation nicht ganz rund lief, so war das Wohlwollen aller Beteiligten doch deutlich spürbar. Da die Veranstaltung nicht bis ins Detail durchgeplant war, ließ sie den Teilnehmern viel Raum, sich und ihr Können und Wissen spontan in den Tagesablauf einzubringen. Diese Möglichkeit wurde vielfach genutzt, und die "Neuen" fanden auf diese Weise recht schnell Anschluss an die "alten Raben".

Das Kinderprogramm, wieder zusammengestellt von Vorstandsmitglied Janine Esser, wurde diesmal kaum in Anspruch genommen, da das Gelände ja ein einziger großer Abenteuerspielplatz war, auf dem es Vieles zu entdecken gab: den Spielplatz mit Seilbahn, Schaukeln und anderen Geräten, die mystisch wirkenden Großen Steine, den düsteren Märchenwald, die Frühlingswiesen - also jede Menge Platz zum Herumtoben, Klettern und Spielen. Und auch das Wetter war den kleinen und großen Entdeckern freundlich gesonnen!

Der Hexenladen "Castanea" hielt dankenswerterweise sein Angebot zum Verkauf bereit, und auch das Archiv des Rabenclan e.V. war wieder mit einer Auswahl der gesammelten Publikationen vertreten, von denen diverse zur Genugtuung des Archivars auch ausgeliehen wurden.

Der Rabenclan dankt herzlich allen Gästen dieses Beltane-Festes für ihre Teilnahme und ihre Bereitschaft, sich so vielfältig bei der Gestaltung vor Ort einzubringen!

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News
Bücherspiegel 2016
Neue englischsprachige Monografie über (neo-)germanisches Heidentum von Stefanie von Schnurbein erschienen. Der Rabenclan wird rund ein dutzend Mal erwähnt. Mehr Informationen hier.

Kulturhistorische Beiträge
Óskmejyar Teil 1 - Die Walküren in der Helgaquiða Hundingsbana I (von Hans Schuhmacher)
Thesen zur Germanischen Frau (von Hans Schuhmacher)
Die unbekannte Tradition: Slawisches Heidentum (von Anna Kühne)

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