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Rechte Mutter Erde Ecuador
28.04.2017, 09:55

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Rechte der Erde
in der Verfassung der Republik Ecuador vom 28. September 2008


Auswahl einiger relevanter Verfassungsartikel



Präambel:

Wir, das souveräne Volk von Ecuador

- anerkennend unserer tausendjährigen Wurzeln, die von Frauen und Männer verschiedener Völker geschmiedet wurde,
- feiernd die Natur, die PachaMama, von der wir ein Teil sind und die lebenswichtig ist für unsere Existenz,
- anrufend den Namen Gottes und die anerkennend unsere verschiedenen Formen von Religion und Spiritualität,
- sich berufend auf die Weisheit aller Kulturen, die uns wie die Gesellschaft bereichern,
- als Erben der sozialen Kämpfe für die Befreiung von allen Formen von Herrschaft und Kolonialismus,
- und mit einem tiefen Engagement für die Gegenwart und die Zukunft,

haben uns entschieden zu errichten:

- eine neue Form der friedlichen Koexistenz in Vielfalt und Harmonie mit der Natur, zur Erreichung des guten Lebens, sumak kawsay;
- eine Gesellschaft, die in all ihren Dimensionen, die Würde des Menschen und der Gemeinschaften respektiert;
- ein demokratisches Land, der Integration Lateinamerikas verpflichtet - Traum von Bolivar und Alfaro -, dem Frieden und der Solidarität mit allen Völkern der Erde; und

in der Ausübung unserer Souveränität, befinden wir in Ciudad Alfaro, Montecristi, Provinz Manabi, dies: (Es folgen die Verfassungsartikel.)



Kapitel 1: Prinzipien der Anwendung der Rechte'

Artikel 10: Personen, Gemeinschaften, Völkern, Nationalitäten und Kollektive sind berechtigt zu Verfassungsrechten und internationalen Instrumenten und diese werden ihnen gewährleistet.

Die Natur unterliegt den Rechten, die diese Verfassung anerkennt.

Artikel 14: Es wird das Recht der Bevölkerung anerkannt in einer gesunden und ökologisch ausgeglichenen Umwelt zu leben, die die Nachhaltigkeit und das gut leben, sumak wawsay, garantiert.

Es wird der Umweltschutz, die Erhaltung der Ökosysteme, die Biodiversität und Integrität des genetischen Erbe des Landes, die Vermeidung von Umweltschäden und die Wiedergesundung der degradierten Naturgebiete zum öffentlichen Interesse erklärt

Kapitel 7: Rechte der Natur

Artikel 71: Die Natur oder PachaMama, in der das Leben reproduziert und realisiert wird, hat das Recht hat, das ihre Existenz und ebenso die Erhaltung und Regeneration ihrer Lebenszyklen, Struktur, Funktion und evolutionären Prozessen voll respektiert wird.

Jede Person, jede Gemeinschaft, jedes Volk oder jede Nation kann die Erfüllung der Rechte der Natur durch die öffentliche Autorität einfordern. Die Anwendung und Auslegung dieser Rechte folgt den Grundsätzen, wie sie in der Verfassung verankert sind.

Der Staat spornt natürliche wie juristische Personen sowie Kollektive zum Schutz der Natur an und wird die Achtung für alle Elemente, aus denen sich ein Ökosystem zusammensetzt, fördern.

Artikel 72:

Die Natur hat das Recht zur Wiederherstellung. Diese Wiederherstellung ist unabhängig von der Verpflichtung des Staates und natürlichen oder juristischen Personen, Individuen oder Kollektive zu entschädigen, die von den betroffenen natürliche Systemen abhängen.

In Fällen von schweren und dauerhaften Umweltauswirkungen, einschliesslich solchen, die durch Ausbeutung von nicht erneuerbaren natürlichen Ressourcen verursacht sind, wird der Staat die effektivsten Mechanismen etablieren, die eine Wiederherstellung erreichen, und er wird geeignete Maßnahmen ergreifen, die nachteilige Umweltfolgen beseitigen oder lindern.

Artikel 73:

Der Staat wird Maßnahmen der Vorsorge und der Beschränkung für alle Tätigkeiten anwenden, die zum Aussterben von Arten, der Zerstörung von Ökosystemen oder der ständigen Veränderung der natürlichen Kreisläufen führen können.

Die Einführung von Organismen und organischen und anorganischen Materialien, die das nationale genetische Erbe in endgültige Weise verändern können, ist verboten.

Artikel 74:

Personen, Gemeinschaften, Völkern und Nationen haben das Recht, von der Umwelt und natürliche Ressourcen Nutzen zu ziehen, damit sie gut leben.

Dienstleistungen im Umweltschutz sind nicht Gegenstand der Aneignung sein. Produktion, Lieferung, Nutzung und Verwertung werden durch den Staat reguliert.



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