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Lugaddon Ratschlaege
28.04.2017, 09:55

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Ratschläge für Menschen auf der Suche nach ihrem "persönlichen Heidentum"




1. Glaube nicht. Glaube nichts. Lerne, erfahre und tu statt dessen vieles.

2. Frag Dich, wie sehr Du in Begriffsschemata wie "Schuld", "Wahrheit", "Traumata", "Moral" oder "Neurose" denkst oder mit den Polaritäten "krank/gesund" oder "richtig/falsch" arbeitest. Versuche zeitweise, wie Du ohne all das auskommst.

3. Frag Dich: Ist die(se) Welt eine magische? Wenn ja: Was genau heißt das für Dich?

4. Gebrauche nicht ohne Not die Begriffe "Spiritualität", "Archetypus", "Karma", "Energie", "Symbol", "Reinkarnation" oder "Schwingungen" !

5. Unterscheide zwischen Schamanen, Druiden, Goden, Wicca-Priestern und sonstigen Kategorien für Würden- oder Funktionsträgern in naturreligiösen Umfeldern. Nicht jeder der träumt, ist ein Schamane.

6. Die drei beherrschenden geistesgeschichtlichen Einflüsse auf uns Westeuropäer sind vermutlich a) das Christentum, b) die römisch-griechische Antike und c) die Psychoanalyse. Steig hinab in den Keller mit den Brillen, die Dir diese Traditionen über verschlungene Umwege mitgegeben haben. Betrachte sie, probier sie an - und versuche ernsthaft, eine Weile ohne die Denkbahnen auszukommen, die Dir diese drei Traditionen vermacht haben.

7. Probiere vieles aus. Riskiere es, nein - lege es darauf an, Dich vor Dir selbst ordentlich lächerlich zu machen. Wie willst Du wirklich wissen, ob ein Zauberspruch wirkt oder ob ein Gebet "ankommt", wenn Du solche Wörter, Sätze und Texte nie mit Kraft aussprichst?

8. Meinst Du, dass Du auf dieser Welt zusammen mit den Pflanzen, den in "Brehms Tierleben" verzeichneten Wesen sowie den anderen Menschen alleine bist? Oder gibt es da noch Andere(s)?

9. Wo sind die Grenzen der in 8. angesprochenen Welt? Gibt es weitere? (Wie) kommt man hin? Und wie Woody Allen in einem ähnlichen Zusammenhang mal gefragt hat: Gibt es da ein gutes Steak?

10. Bei allem ganzheitlichen Denken bewahre Dir auch die Fähigkeit, Dinge auseinanderzuhalten (wenn Du's nicht kannst und nie konntest - lerne es!). Ogham ist Ogham, Chakren sind Chakren. Eine Farbe ist eine Farbe, und ein Edelstein ist ein Edelstein. Sei skeptisch, wenn Du jemanden triffst, der sich als hyperboräischer Druidenpriester aus Atlantis vorstellt, der Dir mit einem Reiki-Runen-Oberton-Choral die Meridiane auf Vordermann bringen will.

11. Leg Dir phantasievolle Titel erst zu, wenn es gar nicht mehr anders geht. Wenn es so weit sein sollte: Übertreib es nicht.

12. Wenn Du Teil einer Gruppe bist: Versuche, ohne Gurus, Großbimpfe oder ein "spirituelles Führungsgremium" auszukommen. Sei kritisch gegenüber denjenigen, die solche Positionen einrichten (und meist auch besetzen) wollen.

13. Suche IMMER nach (D)einer eigenen Sprache! Sei wortverliebt, schreibe Gedichte, Lieder oder sonstwas. Kling weder wie die mit der Tigerente am sozialpädagogischen Schlüsselbund ("Da müssen wir noch ein Stück weit dran arbeiten!") noch wie die Gemeinschaftverstrahlten ("Du hast damit aber noch ein Thema - bring das mal besser ins Forum. Strukturell stimmt da was nicht. Oder bist Du doch so ein Kleinfamilienmensch...?!?"). Kling keinesfalls so wie die mit dem offenen Wurzelchakra ("Wow, diese Schwingungen in diesem Raum, also, die erfüllen mich total. Das geht mir echt an meine spirituelle Grundsubstanz. Wer macht gleich noch bei der Meditationsarbeit mit?").

Viel Spaß beim eigenen Weitersuchen


Lugaddon


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