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Kuehne Spicer ORD Kap 72
28.04.2017, 09:55

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Der Odinic Rite Deutschland - Neuheidentum im Spannungsfeld neurechter Religiosität

von Berna Kühne-Spicer
- Alle Rechte bei der Autorin -

7. Besondere Kontakte des ORD

7.2 Yggdrasil-Kreis, Kult-Ur-Geister e.V.

Der Yggdrasilkreis oder auch Hexenkreis Yggdrasil versteht sich als traditionelle Religionsgemeinschaft und existiert eigenen Angaben zufolge seit 1975. Der Yggdrasilkreis praktiziert nach eigenen Angaben eine "authentische Tradition", die "traditionsgemäß" in einer Einweihungsstufen-Hierarchie vermittelt wird und Monopolanspruch erhebt, d.h. nur wer sich in diese Hierarchie einreiht, kann rituelle Handlungen "richtig" ausführen. Während der Godenschaft-Ausbildung werden überdies "Eignung und Lebensweise überprüft".

(Quelle: http://www.yggdrasil-kreis.org/html/die_goden_des_yk.html)

Der Leiter und geistige Führer des Yggdrasilkreises ist Volkert Volkmann. In ihrem vielbeachteten Buch "Religion als Kulturkritik - Neugermanisches Heidentum im 20. Jahrhundert" (Heidelberg; 1992) wirft Prof. Dr. Stefanie von Schnurbein Volkert Volkmann vor, "ein aktives Mitglied im Armanen-Orden" gewesen zu sein:

"Darauf weisen seine Artikel zum Jahreskreis in der Irminsul hin, die mit "Herr Volkert/AO" gezeichnet sind (147) sowie die Auskunft eines Mitglieds des Armanen-Ordens, er sei regelmäßiger Teilnehmer an den Meisterlehrgängen des Ordens. (148)"

Volkmann bestreitet eine Mitgliedschaft im Armanen-Orden und hat sich gegen weitere Vorwürfe, was Verbindungen ins rechtsradikale Lager angeht, zumindest teilweise rechtlich erfolgreich zur Wehr gesetzt. Doch die Diskussion scheint nicht abgeschlossen:

"Allerdings hat das ehemalige Mitglied des Armanen-Ordens Matthias Wenger, der selbstkritisch in den letzten zehn Jahren Diverses über die rechtsgerichtete Heidenszene und seine damaligen eigenen Aktivitäten dokumentiert hat, seit etwa zwei Jahren das untenstehende Dokument im Internet verfügbar gemacht. Es kennzeichnet den Autor mit dem Titel "Herr Volkert / AO". Wenger versah seine Dokumentation mit dem sibyllinischen Hinweis: "Letzteres Kürzel wurde in der Regel für Mitglieder des Armanenordens verwendet."
Dieser Hinweis scheint plausibel: Auf damaligen Veranstaltungen wird ein Vortrag von Sigrun von Schlichting mit "Frau Sigrun/AO" angekündigt, der ihres Ehemanns mit "Herr Adolf/AO". Ein von Geza von Nemenyi angekündigter Vortrag heißt dementsprechend "Herr Geza/HG", wobei das Kürzel HG für die Berliner "Heidnische Gemeinschaft" stehen dürfte. Auch ein damaliger Artikel von Matthias Wenger scheint korrekt mit dem entsprechenden Kürzel versehen zu sein."

(Quelle: http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/LucasCorsoVolkmann)

Zudem sind Vorwürfe aufgetaucht, dass zumindest in der Vergangenheit die geheim gehaltenen religiösen Inhalte ariosophisch beeinflusst gewesen sein könnten (Runengymnastik, Deutung des Wortes "Yggdrasil" nach dem Ariosophie-Begründer Guido List, siehe hierzu auch Hans Schuhmachers Anmerkungen.

Anfang der 90er Jahre scheint Volkert Volkmann eines der ersten deutschen Mitglieder des britischen Odinic Rite gewesen zu sein, dessen rassistische Ausrichtung damals noch offensichtlicher war.

"Heute kaum vorzustellen, aber neben Volkert Volkmann, der jedoch mit dem Yggdrasilkreis mehr als beschäftigt war, waren Bernd und ich damals die einzigen OR-Mitglieder in Deutschland ."

(Quelle: http://www.odinic-rite.de/index.php?id=73)

Inwieweit Volkert Volkmann sich durch einen Eid an die "ethnopluralistischen" Inhalte des Odinic Rite gebunden hat, ist nicht klar.

Im Jahr 2002, etwa zeitgleich mit der Gründung des neuen Dachverbands Kult-Ur-Geister e.V., wurde er auf jeden Fall auch Mitglied des deutschen Odinic Rite, wie die ORD-Vereinszeitschrift meldet:

"Volkert Volkmann und Andrea Groh vom Yggdrasil-Kreis, mit denen wir von Anfang an zusammenarbeiten und auch schon einmal ein gemeinsames Ostara-Thing veranstaltet haben, sind nun ebenfalls dem ORD beigetreten."

(Quelle: http://www.odinic-rite.de/index.php?id=16&type=66&tx_vcdarchive%5Bsorting%5D=33)

Die gemeinsame Zusammenarbeit zeigte sich z.B. darin, dass der Yggdrasil-Kreis und sein Umfeld regelmäßig im "Ringhorn", der Vereinszeitschrift des ORD, inserierten.

Das naturreligiöse Internet-Magazin "Der Hain" meldete im Frühjahr 2002, dass die Zusammenarbeit in der Gründung eines Dachverbandes "Concilium GENA" gipfelte, der okkultistische, thelemitische, satanistische und naturreligiöse Gruppierungen vereinigte:

"Stellt sich die Frage, was den Yggdrasil-Kreis e.V. veranlaßt hat, noch eine weitere Gründung anzustoßen, die in diesem Monat Gestalt annehmen soll - Gibt es tatsächlich noch mehr deutsche Neuheiden, die Bock auf Geschäftsordnungsdebatten, Buchführung, Amtsgerichtskorrespondenz und Mitgliederversammlungen haben - ohne das inhaltlich wenig mehr als wohltönende Selbstbeweihräucherungen zu Tage treten ?
Betrachtet man die Liste jener Gruppen, die sich hier ein Stelldichein geben, werden gewisse nebulöse Konturen sichtbar: Extrem traditionalistisch geprägte Gruppen wie die Heidnische Gemeinschaft Berlin (Michael Pflanz), der Urda-Clan (Leif-Thorsten Kramps, Zeitschrift Stachelbeere) und der Odinic Rite Deutschland finden sich neben hermetischen und ritualmagischen Logen, bei denen M.D.Eschners Ethos-Gemeinschaft Thelema sicher noch die herausragendste ist."

(Quelle: http://www.derhain.de/Dachverband0102.html)

Die Zusammensetzung des Verbandes blieb jedoch nicht lange bestehen. Bereits kurz nach der Gründung im Frühjahr 2002 spaltete man sich und schuf den Verband "Kult-Ur-Geister e.V.", an dessen Gründung der Odinic Rite Deutschland beteiligt war. Aus der Presseerklärung vom 23. März 2002, des damals frisch gegründeten Dachverbands:

"Die weiteren Gründungsmitglieder des Dachverbandes sind neben dem bereits genannten YGGDRASIL-Kreis: der ODINIC RITE Deutschland (und Österreich), die Initiative für Religionsfreiheit in Deutschland (IRFD), das heidnische KULTURFORUM, offene Gruppe für behinderte HEIDEN und die ULFHEDNAR."

(Quelle: http://www.kulturgeister.de/html/24-03-2002.html)

Volkert Volkmann wurde Vorsitzender des neuen Verbandes. Geza von Nemenyi weiß zu berichten:

"Die Gruppe spaltete sich in "Kulturgeister" und "GENA", in ersterem befinden sich außer dem Yggdrasilkreis nur noch der Odinic Rite und die deutsche Sektion des britischen Druidenordens OBOD (der Leiter des YK gehört beiden Gruppen an) ."

(Quelle: http://www.allsherjargode.de/bishervertretung.htm)

Die Mitgliedschaft des ORD bei Kult-Ur-Geister e.V. ist anscheinend seit kurzem beendet. In einer Notiz vom 1. Juni 2005 heißt es:

"Der Odinic Rite Deutschland ist nicht mehr Mitglied im Dachverband, die Mitgliedsseite wurde gelöscht"

(Quelle: http://www.kulturgeister.de/html/body_updates.html)


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Kulturhistorische Beiträge

Óskmejyar Teil 1 - Die Walküren in der Helgaquiða Hundingsbana I (von Hans Schuhmacher)
Thesen zur Germanischen Frau (von Hans Schuhmacher)
Die unbekannte Tradition: Slawisches Heidentum(von Anna Kühne)

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