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"Halloween - Keltenkult, Karneval, Kommerz" (22. Oktober 2003)

Heidnisch-christlicher Dialog über Halloween: Konsens in vielen Punkten

"Halloween - Keltenkult, Karneval, Kommerz" war der Titel einer Veranstaltung der evangelischen Sankt Johannis Gemeinde am 22. Oktober in Nürnberg, an der auch ein Vertreter des Rabenclan e.V. teilnahm. Thema der Diskussion: Welche Auswirkung hat Halloween für die christlichen Kirchen und die Gesellschaft in Deutschland? Gemeindepfarrer und Ökumeniker Dr. Ekkehard Wohlleben moderierte die Diskussion, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Talk im Turm" stattfand. Zunächst skizzierten die Teilnehmer auf dem Podium vor über 50 Zuschauern das Spannungsfeld, in dem sich das "Event Halloween" zwischen den christlichen Feiern "Allerheiligen"/"Reformationstag" und dem keltischen "Samhain" bewegt. Denn darin waren sich alle einig: Halloween, so wie es als öffentliches Ereignis inszeniert wird, hat weder mit dem einen, noch mit dem anderen Feier- oder Festtag inhaltlich allzu viele Gemeinsamkeiten.

Die Pädagogin Lore Müller wies vor allem auf den psychologischen Schaden für kleine Kinder hin, den der Horror an Halloween anrichten kann. Sie berichtete von wochenlangem Bettnässen und Alpträumen von Kindergartenkindern, nachdem die Kinder Kürbisfratzen und andere typische Grusel-Accessoires gesehen hatten. Günther Hoffmann, katholischer Gymnasial-Lehrer, schilderte die Unreflektiertheit von Schülern, die einer Modewelle folgten und sich über Anlass und Hintergrund von Halloween keine Gedanken machten. Die umfassende Verbreitung dieses "Events" hauptsächlich unter kommerziellen Vorzeichen sei in seinen Augen ein Rückschritt gegenüber "Allerheiligen", das er als "Veredelung" eines heidnischen Festes sieht. Der Strömungsbeauftragte der bayerischen evangelisch-lutherischen Kirche, Bernhard Wolf, verwies darauf, dass sich anhand von Halloween eine auch andernorts zu beobachtende Verflachung religiösen Erlebens und religiöser Feste bemerkbar mache. Alle Menschen, die an ernsthafter Religiosität interessiert seien, seien sie nun Neuheiden, Katholiken oder Protestanten, müssten gemeinsam auf die Instrumentalisierung von Religion durch den Markt hinweisen.

Stefan Steinhäuser, der im Auftrag des Rabenclans an der Diskussion teilnahm, schilderte die historischen Hintergründe des (neu-)heidnischen Samhainfestes. So beschrieb er auch, wie es z.B. im Umfeld des Rabenclans gefeiert wird. Er unterstrich, dass es zu Halloween zwar historische Bezüge gebe, die (neu-)heidnische Praxis sich jedoch deutlich davon unterscheide. Bei Halloween bestehe vor allem keinerlei gedankliche Verbindung zum Satanismus, wie manchmal fälschlich behauptet werde.

Auf Fragen aus dem Publikum waren sich alle Beteiligten einig, dass Kindern und Jugendlichen eine Teilnahme an Halloween-Partys nicht verboten werden solle. Statt dessen sollte gemeinsam mit den Kindern diskutiert und über die historischen Wurzeln von Halloween geredet werden.

Bemerkenswert war bei dem Gespräch das gegenseitige Wohlwollen. So ermunterte Steinhäuser die Vertreter der christlichen Kirchen darin, sich auf ihre eigene Stärken zu besinnen. Die Angst vor dem Kommerz-Spektakel und dessen negative Wirkung auf Kinder hielt er für unbegründet. Statt dessen empfahl er den Kirchen, die Gestaltung ihrer eigenen Feste zu überdenken und so konstruktiv auf die Herausforderung Halloween zu reagieren. Demgegenüber betonten die christlichen Vertreter, dass die von ihm geschilderte neu-heidnische Religiosität nicht mit dem Kommerz-Spektakel verwechselt werden sollte.

AG Öffentlichkeitsarbeit

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