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Über die Verschleierung rassistischer Elemente in Naturreligionen und der daraus resultierenden Machtstruktur

von Hans Schumacher, im Namen und Auftrag des Rabenclan - Arbeitskreis der Heiden in Deutschland e.V. 20.04.1996

Voraus

Zur Quellen- und Beweislage: Ich werde mich hier ausschließlich auf Schnurbein, Religion als Kulturkritik, Heidelberg 1992, zitiert als RAK, stützen. Aus persönlichen Gesprächen, vereinzelt vorliegendem Material und im Gange befindlichen Ermittlungen nicht nur von meiner Seite liegt wesentlich mehr Information vor, die hier aber nur in sehr allgemeiner Weise zur Sprache kommen wird.

Voranalyse

Zentrum des hier erörterten Machtblocks ist der "Armanenorden".

Selbst bei oberflächlicher Betrachtung fällt auf, daß die Angehörigen anderer heidnischer Gruppen sich weigern, klar und deutlich Stellung gegenüber dem "Armanenorden" und der "ANSE" (RAK 30, 38 - 41), die vom "Armanenorden" aus "werbend nach außen wirken und den Kontakt mit anderen heidnischen Gruppen verstärken (soll)", (RAK 40) zu beziehen. Dieses Verhalten ist leicht erklärlich, weiß man, daß sowohl Volkert Volkmann vom "Yggdrasil-Kreis" (RAK 166) als auch Geza von Nemenyi, der Leiter der "Germanischen Glaubensgemeinschaft" (RAK 154) Mitglieder des "Armanenordens" sind. [Nachtrag 06.2002: Frau Schnurbein scheint hier wohl aus dem Umstand der Auftritte und Kontakte Gezas beim und zum AO auf eine Mitgliedschaft Gezas in dieser Organisation geschlossen zu haben. Geza von Nehemyi unterrichtete uns nun, dass dies nie der Fall gewesen sei.]

Ich vertraue hier eher Schnurbein (ebenda) als den vagen und widersprüchlichen Versicherungen eines mir bekannten Mitgliedes des "Yggdrasil-Kreises" oder ähnlichem Heidenszenen-Gemauschel. Es ist, wie ich gern einräume, möglich, daß diese Mitgliedschaften nicht mehr bestehen, dann aber liegt die Beweislast bei den Beteiligten.

Hier jedenfalls setze ich diese Mitgliedschaften unter Berufung auf Schnurbeins Arbeit voraus. Die oben genannten Herren sind also in folgender Situation: einerseits haben sie Nachteile insbesondere in ihrer Werbetätigkeit für ihre Organisationen (und womöglich Opposition seitens ihrer im Dunklen gehaltenen Mitglieder) zu befürchten, wenn diese Mitgliedschaft offengelegt wird, andererseits sind sie aufgrund der Struktur des "Armanenordens" (RAK 33) Untergebene der Ordensleitung und auf jeden Fall zur Wahrung der Interessen und des Ansehens des "Armanenordens" verpflichtet.

Inwieweit die Ordensleitung berechtigt ist, Weisungen und Befehle ihren untergeordneten Mitgliedern zu erteilen, und über welche Machtmittel sie verfügt, diese durchzusetzen, ist mir beim derzeitigen Stand der Untersuchung noch nicht bekannt. Es bietet sich jedoch das Bild einer Reihe von "heidnischen" Organisationen, die zentral vom "Armanenorden" gelenkt werden. Selbst wenn der Orden den Leitern freie Hand läßt, und sei es nur, um diese Zusammenhänge zu vertuschen, besteht auf jeden Fall eine Hierarchie.

So kommt es, daß die Mitglieder erstgenannter Organisationen indirekt Mitglieder im "Armanenorden" sind, was dem Anspruch des Ordens auch entspricht (RAK 21), aber vielen nicht gefallen wird, wenn sie es erfahren.

Es sei hier aber gleich dazu gesagt, daß in der "Heidenszene" alles um maximal zwei Dutzend Individuen kreist, die alle mit dem Dunstkreis des "Armanenordens" zu tun haben.

"Allgemein läßt sich feststellen, daß der "Armanenorden" zumindest innerhalb der deutschen Szene mittlerweile eine Art Zentrum, einen Knotenpunkt, darstellt, von dem viele Aktivitäten der neugermanischen religiösen Bewegungen ausgehen. Viele Mitglieder des Ordens haben inzwischen eigene Gruppen gegründet, stehen aber weiter mit ihm in Verbindung. Der Kontakt dieser Gruppen untereinander wiederum ist allein schon durch gemeinsame Besuche der Veranstaltungen der Armanen gewährleistet. Dies betrifft im übrigen nicht nur germanisch ausgerichtete Gemeinschaften, sondern reicht auch weiter ins Neuheidentum hinein...." (RAK 213)

Abgesehen von seinen ausländischen Verbündeten hat der Orden also in Deutschland die Hegemonieposition innerhalb der alten Heidenszene inne, was, wie gesagt, seinem Anspruch entspricht (RAK 21).

Wachstums- und Auslesedynamik der "Heidenszene"

Dieser Machtblock, getreu dem Anspruch des "Armanenordens" ("1. Der "Armanenorden" ist das gesamte Germanen- und Keltentum in seiner geistigen, seelischen und körperlichen Eigenart", RAK 21, nach: Leitbild und Aufbau des Armanen-Ordens, Ammerland o.J.) mit quasi totaler Macht in der "Heidenszene" ausgestattet, jedoch aus Opportunitätsgründen verschleiert, hatte vor Gründung des Rabenclans die Möglichkeit, fast alle naturreligiöse Aktivität in Deutschland zu beherrschen.

Wer sich dem Block entgegenstellte, wurde zwischen ihm und der hexen- und heidenfeindlichen Öffentlichkeit zerrieben (s. hierzu mein Bericht, Strategie des "Yggdrasil-Kreises" in Marburg). Wer über den Block nichts wußte oder ihn aus Opportunismus in Kauf nahm, wurde integriert. Der Verdacht liegt nahe, daß alle Oberhäupter der "Heidenszene" vor Gründung des Rabenclans in Deutschland in irgend einer Weise ihren Kniefall vor dem "Armanenorden" vollzogen.

Der "Armanenorden" und seine assoziierten Organisationen profitierten also von der Hexenjagd in der Öffentlichkeit - und umgekehrt: Wer sich auf Kosten Naturreligiöser profilieren wollte, brauchte nur auf Hexen und Heiden allgemein einzuprügeln, da der Block aus Opportunismus gegen derlei nur Scheinwiderstand leistete. Warum sollte er auch - verfolgte Einzelindividuen oder Grüppchen würden schließlich bei ihm Schutz suchen (und somit die Anwürfe von linker Seite bestätigen) oder aber verschwinden. Wie viele Hexen und Heiden der "Armanenorden" in indirekter Zusammenarbeit mit klerikalen, linken oder anderen Hexenjägern auf dem ideellen Gewissen hat, weiß niemand.

Mit jedem Menschen aber, der beim Block unterkroch, wuchs dessen Macht. Schnurbein erwähnt ehrlicherweise ( RAK 15) den psychischen Druck, dem sie während ihrer Forschungstätigkeit ausgesetzt war, versäumt aber zu erkennen oder auszuführen, um wieviel größer der Druck auf jedem lastete und lastet, der zwischen dem Armanenblock und einer in diesem Falle feindseligen Gesamtgesellschaft stand und steht.

Ein solches Individuum verfügt in der Regel nicht über die analytischen Fähigkeiten und das nötige Wissen, dem Block argumentativ zu widerstehen, noch weniger über den Rückhalt einer Universität, sondern meist über gar keinen Rückhalt. Daß der Block vor massiven Drohungen nicht zurückschreckt, ist bekannt (s. z.B. mein Bericht).

Daß ein naturreligiöser Mensch in Deutschland um sein Leben fürchten muß und daß mächtige Institutionen nicht davor zurückschrecken, auf z.B. eine Hexe mit voller Wucht einzuschlagen, belegt der Fall Petra W. (u.a. "Bild", 30.01.1996).

Die Freundlichkeit, die Angehörige des Blocks anderen Heiden erweisen, solange diese nur nicht eine zu konsequent antifaschistische Haltung vertreten, ist also Methode.

Durch die hier dargelegte Struktur und Dynamik der "Heidenszene" erklären sich auch sonst verblüffende Phänomene, wie der Alleinvertretungsanspruch, der Anspruch, "Heidentum" allgemeingültig definieren zu können, die merkwürdige Definition von "heidnischem Verhalten" (siehe mein Bericht) und die Legitimationsfrage, die im Schreiben des "Yggdrasil-Kreises" an den Rabenclan wichtige Rollen spielen und auch im Verlauf der Marburger Ereignisse immer wieder auftauchten.

Diese Standpunkte des "Yggdrasil-Kreises" entsprechen nämlich zynischerweise genau dem status quo der "Heidenszene". All dies wurde nämlich vorher allgemeingültig vom "Armanenorden" definiert. Es drängt sich der Verdacht auf, daß insbesondere in der Legitimationsfrage der Priesterschaft die z.B. vom "Yggdrasil-Kreis" ständig als maßgeblich bezeichneten Isländer ohne deren Wissen als Strohmänner für den "Armanenorden" herhalten müssen. Daß dieser einen entsprechenden Anspruch vertritt, sei hier nochmals erwähnt.

Das Gedankengut des "Armanenordens"

Wir haben gesehen, daß selbst Mitglieder des "Armanenordens" sich davor hüten, mit diesem in Verbindung gebracht zu werden, die institutionelle Macht, die ihnen ihre Verbindungen verschaffen, aber in vollen Zügen nutzen. Der schlechte Ruf des "Armanenordens", der dieses opportunistische Verhalten verursacht, ist aber harmlos im Vergleich zur Realität.

"Man behauptet, die weiße Rasse sei die älteste und stehe daher an der Spitze der Entwicklung. Dies bedeutet auch, daß sie als erste die Aufgabe gehabt habe, den Intellekt zu entwickeln, auf diesem Gebiet sei sie den anderen überlegen..." (RAK 51);

"Als naturgegebenen Einheiten gebühre den Rassen daher ein ähnlicher Schutz wie der Natur, ökologische und rassistische Forderungen werden mit denselben Argumenten begründet: Gleichheit, Nivellierung und Vermischung in der Natur und bei Menschen führten zum Verfall, weil das geistige Prinzip gestört werde, heißt es in einem Leitbrief..." (RAK 51);

"So vertritt Adolf Schleipfer unter anderem die Theorie, daß die "nicht-arischen" Rassen - im Gegensatz zur "reinen arischen" - aus Kreuzungen von Gott-Menschen mit Tieren enstanden seien..." (RAK 52);

"Sie (die Hochschätzung der Sexualität, Anm.d.Verf.) soll für rassereinen Nachwuchs sorgen, um wieder "blutsverwandte Sippen im gleichrassigen Sinne" zu schaffen, die durch Rassenmischung und den Einfluß fremder Religion zerstört worden seien. Zudem könne es den Höhepunkt menschlichen Daseins, die "wuotanistische Schöpfungswonne" nur zwischen Partnern der weißen Rasse geben, da Nächstenliebe, Harmonie und gleiche Schwingung nur unter Artgleichen möglich sei. Weiterhin werden die "Dunkelhaarigen unseres Volkes"beruhigt, sie brauchten sich nicht minderwertig fühlen. Auch sie hätten helle Anteile, die "hochgezüchtet" werden könnten. Sie müßten nur untereinander heiraten und möglichst viele Kinder bekommen. Unter diesen wären dann sicher einige helle. Nur dürfe ein dunkler Mann nicht seinem Drang nach einer blonden Frau nachgeben. Sein Lohn sei eine hellere Inkarnation im nächsten Leben. Daß für die Aufnahme in den Meistergrad ein Ahnennachweis erforderlich ist, wie er für die Mitgliedschaft in der Guido-von List-Gesellschaft verlangt wird, folgt für die Armanen ebenfalls aus diesen Ideen." (RAK 52).

So zeigt sich auch das Geschichtsbild des "Armanenordens": nach dem Untergang von Atlantis (!) hätten die Arier die ganze Welt besiedelt und alle Hochkulturen gegründet. Zum Selbstverständnis des "Armanenordens":

"Diese "Ario-Germanen" sollen in einer streng hierarchisch gegliederten Ständegesellschaft gelebt haben. Den obersten Stand bildeten die "Armanen", eine Art eingeweihter Priesterkönige, die absolut herrschten." (RAK 62) Verantwortlich für die Schwierigkeiten dieser "Armanen" seien unter anderem die Juden (RAK 62).

Dies ist nur eine kleine, aber charakteristische Auswahl. Die Armanendefinition macht klar, wer, mit welcher Ideologie, welcher Zielsetzung und welchem Anspruch die deutsche Heidenszene bislang dominiert hat.

Daß dies nicht bekannt werden darf, versteht sich von selbst. Aus diesem Selbstverständnis heraus erklären sich aber nicht nur die Allmachtsansprüche in der Heidenszene, sondern auch Strategien und Taktiken des Armanenblocks. Hierzu gehören z.B. Unterwanderungsversuche unter Verschleierung der wahren Absichten, insbesondere der Versuch, vor Ort linke Verbündete zu gewinnen, denen über die wahren Zusammenhänge Sand in die Augen gestreut wird.

So versuchte man Anfang der 80er Jahre, den Berliner Landesverband der Grünen zu unterwandern, eine Aktion, an der auch Geza von Nemenyi und Matthias Wenger beteiligt waren sowie Mitglieder des "Bundes Heimattreuer Jugend" und anderer ähnlich gesinnter Gruppen. Hierüber berichtete Der Spiegel Nr.2, 7.1.1985 (RAK 153). [Nachtrag 06.2002: der Berichterstattung des Spiegel, die von einem Unterwanderungsversuch bei den Grünen berichtete wird von Geza von Nehemyi vehement widersprochen. Da auch Matthias Wenger bestätigte, dass eine solche Absicht zumindest bei ihm und wohl auch Geza nicht vorgelegen habe, sollte man die Deutung des Spiegels hier mit Vorsicht genießen.]

Dies wirft ein interessantes Licht auf die Marburger Vorgänge.

Zur derzeitigen Konfliktsituation mit dem Rabenclan e.V.

Aus all dem geht hervor, daß der Armanenblock die Existenz des Rabenclans nicht dulden kann. Die Konkurrenzvorwürfe und der von der "Heidenszene" unterstellte Alleinvertretungsanspruch des Rabenclans erklären sich aus dem oben gesagten mühelos: Der Rabenclan ist aufgrund seiner konsequent antifaschistischen Haltung existenzbedrohend für den Armanenblock.

Es ist charakteristisch, daß keine Größen aus der Heidenzene im Rabenclan tätig sind. Es ist ebenso charakteristisch, daß der "Yggdrasil-Kreis" dies als Vorwurf formuliert.

Der Rabenclan fordert durch seine bloße Existenz die oben charakterisierten "Armanen" und deren Herrschaft heraus. Interessant ist auch, daß der "Armanenorden" selbst sich bislang zurückhielt und nur seine Föderaten gegen den Rabenclan tätig wurden.

Solange der Rabenclan besteht, müssen bedrohte Naturreligiöse nicht mehr beim Armanenblock Schutz suchen. Die wichtigsten Machtmittel des "Armanenordens" werden wirkungslos, die oben charakterisierte Dynamik der Machtakkumulation funktioniert nicht mehr.

Der Rabenclan ist damit gefordert, seine konsequente Abgrenzung zu den einschlägigen Ideologien und deren Vertretern auch der Gesellschaft gegenüber zu dokumentieren, um die verständliche Skepsis der Öffentlichkeit zerstreuen zu können. Dies ist Bedingung, damit der Rabenclan gerade im bestehenden Konflikt einen öffentlichen Rückhalt finden kann, der es erst ermöglicht, diese Situation zu einem befriedigenden Ende zu führen.

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