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Hans Schuhmacher Assheuer
28.04.2017, 09:55

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Der böse Heide kommt gestiefelt

Ein Kommentar zum Artikel "Neue Heiden hat das Land" von Thomas Assheuer im "Netz gegen Nazis"

http://www.netz-gegen-nazis.com/artikel/neue-heiden-hat-das-land

An und für sich ist es erfreulich, dass die bedeutende Tageszeitung "Die Zeit" ein "Netz gegen Nazis" ins Leben gerufen hat. Jede Initiative gegen die weitere Ausbreitung und Etablierung (neu-)rechter Weltbilder muss begrüßt werden, besonders, wenn sie effektiv Befürworter und Mitstreiter mobilisieren kann. Freilich vorausgesetzt, das Ziel besteht wirklich darin, den (Neu-)Rechten die weitere Ausbreitung zu erschweren und ihnen Räume streitig zu machen, in denen sie sich breit gemacht haben, und nicht etwa darin, lediglich Beweihräucherung der eigenen Position zu betreiben. Vorausgesetzt auch, dass diejenigen, welche die Initiative als Sprecher respektive Autoren repräsentieren, zumindest die Grundlagen der Thematik verstanden haben und nicht lediglich ein par Klischees und Vorurteile, angereichert mit einigen populären Schlagwörtern, als emotional aufgeladenen Wissensersatz vortragen.

Skeptische Äußerungen ließen nach Gründung der Initiative nicht lange auf sich warten. "Tatsächlich diskutiert "Netz gegen Nazis" nie auf tieferer Ebene. Es enthält keine Erläuterung zum Antisemitismus, nichts über die Einwanderungsdebatte, nichts über die Asylgesetzgebung. Kein heißes Eisen wird angefasst, es ist eine Veranstaltung des Einverständnisses bei gleichzeitiger Distanz zum Problem", schreibt Thomas Lindemann in "Welt online" unter dem Titel "Nutzloses Netz gegen Nazis?". Er fügt hinzu: "Wer keine Klicks auf seine Seiten zieht, existiert nicht. 400.000 Klicks erreichte "Netz gegen Nazis" am Eröffnungstag, und die Betreiber freuen sich, dass auch die Online-Seite der "Zeit" mit 2,7 Millionen Seitenabrufen am selben Tag ihren bisher größten Publikumserfolg hatte. Es scheint, als sei "Netz gegen Nazis" auch ein Marketinginstrument."

Der erste Eindruck, den eine Initiative gegen Rechtsextremismus jenen Menschen vermittelt, die sich ein wenig mit der Materie vertraut gemacht haben und vielleicht sogar über einen bescheidenen Erfahrungsschatz verfügen, was die Auseinandersetzung mit den (Neu-)Rechten angeht, hängt aber stark von Faktoren wie Ernsthaftigkeit, inhaltliche Tiefe und der Bereitschaft, heiße Eisen anzufassen, ab. Mein erster Eindruck vom "Netz gegen Nazis" kam durch die Lektüre besagten Artikels zustande, und daher sehe ich mich veranlasst, mich in puncto Begeisterung über oder für die Initiative stark zurückzuhalten. Zumal als Mitautor des Lexikons Andreas Speit aufgeführt ist, der im Jahre 1996 den "Rabenclan" im Antifa-Blatt "Der rechte Rand" als rechtsextremistische Organisation darstellte und dies nie widerrufen hat. Beiträge zum Thema "Neuheidentum" beim "Netz gegen Nazis" sind genau so beschaffen, wie es demzufolge zu erwarten war: Antifaschistische Heiden gab und gibt es nicht. Jedweder Rekurs auf alte heidnische Kulturen, insbesondere auf die germanische, wird zumindest in die Nähe von Rechtsextremismus und Antisemitismus gerückt.

Im Folgenden werde ich mich mit dem Inhalt oben genannten Artikels befassen.

Der Artikel "Neue Heiden hat das Land" handelt von Rechtsextremisten, und zwar nicht spezifisch von denjenigen Rechtsextremisten, welche sich in der Heidenszene herumtreiben - von diesen ist im Artikel überhaupt nicht explizit die Rede. Nein, die "neuen Heiden" sind die Rechtsextremisten - die Begriffe werden synonym gebraucht.

"Warum soll man seine Gedanken an ein Weltbild verschwenden, das doch nur die alten Schändlichkeiten enthält ...?" fragt Assheuer und antwortet: "Die Antwort ist einfach. Rechte und rechtsextreme Intellektuelle wissen, dass sie in der »bürgerlichen Mitte« noch keinen Stiefel auf den Boden bekommen." Hierzu wäre zweierlei zu sagen.
Erstens: Die Autoren der Studie "Vom Rand zur Mitte", herausgegeben von der Friedrich-Ebert-Stiftung im Jahre 2006, sehen das anders: "Rechtsextreme Einstellungen sind durch alle gesellschaftlichen Gruppen und in allen Bundesländern gleichermaßen hoch vertreten. Wir haben festgestellt, dass der Begriff "Rechtsextremismus" irreführend ist, weil er das Problem als ein Randphänomen beschreibt. Rechtsextremismus ist aber ein Problem in der Mitte der Gesellschaft. Das kann nicht ausdrücklich genug betont werden."
Zweitens: Es ist bemerkenswert, dass Assheuers "rechte und rechtsextreme Intellektuelle" Stiefel tragen. Stiefel nämlich gehören nicht zum bürgerlichen Habitus - und das Bürgertum, die Mitte der Gesellschaft, verweigert den "rechten und rechtsextremistischen Intellektuellen" den Zugang laut Assheuer. Pflegt man also den bürgerlichen Habitus, so darf man schlussfolgern, und umgibt sich mit Menschen, die das ebenso tun, ist man ganz sicher kein Rechtsextremist und hat auch nicht mit solchen zu tun, denn diese sind ja eine durch ihren Habitus erkennbare Randgruppe. Entweder hat Herr Assheuer also die eindringliche Warnung der Autoren von "Vom Rand zur Mitte", den Rechtsextremismus nicht als Rand(gruppen)phänomen anzusehen und darzustellen, nicht gelesen, oder aber, er glaubt, es besser zu wissen.

Zum Inhaltlichen - Assheuer: "Dieses Fundament (des Rechtsextremismus, H.S.) ist seit eh und je ein extremer Biologismus, also die Ansicht, Menschen seien von Natur aus ungleich und unterteilten sich in höher- und minderwertige Wesen, in Herren und Knechte, Führer und Geführte." Auch hier wäre verschiedenerlei anzumerken.
Erstens: Wäre Herrn Assheuer ein "gemäßigter Biologismus" vielleicht lieber als ein "extremer"? Mir ist nicht recht klar, was ein "extremer Biologismus" denn überhaupt sein soll. Dass Biologismus eine Grundlage rassistischer Ideologien ist, soll freilich nicht bestritten werden. Der Sache kann es aber nicht dienlich sein, wenn der sinnlose Begriff "extremer Biologismus" in die Debatte eingeführt wird.
Zweitens: Die These, Menschen unterteilten sich in "höher- und minderwertige Wesen" findet sich durchaus - offen oder dürftig verschleiert - in alten rechten Ideologien wie der Ariosophie, nicht aber in neurechten Ideologien und Weltbildern wie dem Ethnopluralismus, welche problemlos ohne die Konstruktion "höher- und minderwertige Wesen" auskommen und trotzdem rassistisch sind. Tatsächlich kommt der Ethnopluralismus sogar ohne Biologismen aus, er ist eine Form des kulturellen oder kulturalistischen Rassismus. Seine Hauptthese besteht in der "natürlichen" Zuordnung von "Völkern" zu Territorien, er charakterisiert so Migration, "Vermischung" etc. als Gefahr. "Ideologisch gehört der gegenwärtige Rassismus in den Zusammenhang eines 'Rassismus ohne Rassen', [...] eines Rassismus, der - jedenfalls auf den ersten Blick - nicht mehr die Überlegenheit bestimmter Gruppen oder Völker über andere postuliert, sondern sich darauf beschränkt, die Schädlichkeit jeder Grenzverwischung und die Unvereinbarkeit der Lebensweise und Traditionen zu behaupten." (Étienne Balibar)

Wollte Herr Assheuer allen Ernstes die Neue Rechte bekämpfen, täte er gut daran, zunächst einmal seine Hausaufgaben zu machen. Wer nämlich einigermaßen gewiefte Neurechte bezichtigt, eine Lehre zu vertreten, welche die Menschen in "höher- und minderwertige Wesen" unterteilt, arbeitet ihnen in die Hände. Diesen Vorwurf widerlegen sie nämlich häufig gekonnt und stellen sich daraufhin nach bewährtem Muster als zu Unrecht Verfolgte dar. Man muss schon etwas genauer hinsehen - vorausgesetzt, wie gesagt, man will die Neurechten tatsächlich effektiv bekämpfen. Im 21. Jahrhundert gehört hierzu unbedingt Analyse und Bekämpfung neuer, kultureller Rassismen, insbesondere des Ethnopluralismus. Unterbleibt dies und wird nur biologistischer "Altrassismus" ins Visier genommen, entgleitet die ideologische Hauptstoßrichtung der Neuen Rechten dem Zugriff. Das kann schlicht ein Fehler sein - dann ist es ein gravierender - oder aber Konsequenz einer Motivation, nicht-biologistische Diskriminierung gegenüber Migranten etc. absichtlich ungeschoren zu lassen. Das will ich Herrn Assheuer keinesfalls unterstellen, aber generell ist Misstrauen geboten, wenn beispielsweise Vertreter des konservativen Lagers sich unter großen Gesten dem "Kampf gegen Rechts" anschließen, die Thematisierung von kulturellem Rassismus aber unterbleibt und zudem das Schüren von Überfremdungsängsten, der Vorwurf der mangelnden Integrationsbereitschaft gegenüber Migranten etc. zur Agenda der betreffenden bürgerlichen Partei gehört.

Es wird deutlich, wie es um Herrn Assheuers Kenntnisstand bezüglich der Neuen Rechten aussieht. Kommen wir nunmehr zu seiner Analyse des Rechtsextremismus:

"Wenn nicht alles täuscht, dann steckt im - fast durchgängigen - Hass auf den Monotheismus der Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes. Jesus Christus, schreibt der auch hierzulande gern zitierte Chefdenker der »Nouvelle Droite«, Alain de Benoist, sei der erste Bolschewist der Geschichte gewesen. Bis heute knüppele sein Fußvolk - Kommunisten, Linke, Liberale, Aufklärer - mit der Moralkeule alles Starke und Mächtige nieder und lasse die Welt in Gleichheit erstarren."

An dieser Stelle wird klar, wie Assheuer zu seiner Gleichsetzung von Heidentum und Rechtsextremismus kommt. In der Sache jedoch dürften weit eher Rassismus und Nationalismus die Kernelemente rechtsextremer Ideologien sein - also diejenigen Weltbilder, die "natürliche" Menschenkategorien konstruieren (Rassen, Völker) und stets Reinheitsvorstellungen enthalten. Betrachtet man die Geschichte des Rassismus und des Nationalismus von den politischen "Rassenkämpfen" des 17. und 18. Jahrhunderts über die Staatsrassismen des 19. und 20. Jahrhunderts, wird man schwerlich den Hass auf den Monotheismus als "Schlüssel zum Verständnis" ansehen. Auch fällt es schwer, sich den Hass auf den Monotheismus als Kernmotivation rassistischer Gewalttäter im heutigen Deutschland vorzustellen. "Einstiegsdroge" ist in den meisten Fällen Ausländerfeindlichkeit, so die Autoren der Studie "Vom Rand zur Mitte". Auch an dieser Stelle kommen sie auf die laut Assheuer rechtextremismusfreie Mitte der Gesellschaft zu sprechen: "Weiterhin besteht das Problem, dass mit der Übernahme von ausländerfeindlichen Aussagen die demokratischen Parteien sich selbst unter Zugzwang gesetzt haben. Sie stärken die rechtsextreme Parteienkonkurrenz selbst, wenn sie ihr durch "populistische" Anpassung begegnen. Denn dadurch wird ein zunehmender rechtsextremer Mainstream begünstigt. Beim Einsatz von scheinbar relativ harmlosen ausländerfeindlichen Strategien durch demokratische Parteien muss bedacht werden: Ausländerfeindlichkeit ist die Einstiegsdroge in ein geschlossenes extremes Weltbild." Sieht man die demokratischen Parteien als der Mitte der Gesellschaft zugehörig an, dringt also der Rechtsextremismus nicht etwa nur dahin vor (Herr Assheuer streitet, wie gesehen, selbst dies ab), sondern wird auch von dort aus geschürt. Vom Hass auf den Monotheismus als "Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes" (Assheuer) ist allerdings in "Vom Rand zur Mitte" weder an dieser Stelle noch überhaupt die Rede.

Wieso nicht? Nun, weil der Hass auf den Monotheismus schlicht nicht der "Schlüssel zum Verständnis des rechtsradikalen Weltbildes" ist - darum.

Es soll hier selbstverständlich nicht abgestritten werden, dass der vermeintlich unheilvolle Einfluss der so genannten "Wüstenreligionen" Bestandteil - und zwar wichtiger Bestandteil - einiger neurechter Ideologien ist. Ich habe mich in meinem Artikel "Völkische Ideologie" im Rahmen des Ariosophieprojekts damit befasst. Hier geht es aber um Herrn Assheuers Bild der Rechtsextremismusproblematik, und dieses sieht so aus: Die rechtsextremistischen "Stiefelträger" (so Assheuer wörtlich) versuchen bislang vergeblich, in die reine Mitte der Gesellschaft vorzudringen. Sie vertreten einen biologistischen (Alt-)Rassismus, der explizit und offen höher- und minderwertige Menschen, Völker etc. postuliert. Ihre Kernmotivation ist aber der Hass auf den Monotheismus - genauer: auf das Christentum.

Das ist Quatsch.

Nun steht es jedermann frei, Quatsch zu schreiben. Es stünde schlimm um den journalistischen Berufsstand, wäre dem nicht so. Aber Herrn Assheuers Bild von der reinen Mitte der Gesellschaft, über welcher das weiße Banner des Christentums flattert und das für Gleichheit und Demokratie steht, umdrängt von der stiefelbewehrten heidnisch-rechtsextremen Horde - dieses Bild ist nicht nur lächerlich, es ist vollkommen ungeeignet als Basis für einen erfolgreichen Kampf gegen die Neue Rechte.

Auf folgendes Zitat soll nicht verzichtet werden. Assheuer: "Man muss nur eins und eins zusammenrechnen, dann erkennt man, warum die NPD im Osten ihre Mitgliederzahlen vervielfachen konnte. Aus Antikapitalismus und Volksgemeinschaftswahn rührt sie einen braunen Klebstoff zusammen und stellt sich an die Spitze der Globalisierungskritiker." Warum ich das Zitat vortrage? Nicht nur, weil es abgedroschene Klischees der bürgerlichen Mitte (Rechtsextremismus als Ost-Problem, Rechtsextremismus als Erbe der DDR) als Tatsachen hinstellt, sondern wegen der unübersehbaren Überheblichkeit, die in der Passage "man muss nur eins und eins zusammenrechnen" zum Ausdruck kommt. Diejenigen Menschen, die sich in den neuen Bundesländern den Rechten entgegenstellen und es sich mit der Situationsanalyse nicht so leicht machen können, werden geradezu beglückt sein zu erfahren, dass sie nur "eins und eins zusammenrechnen" müssen. Auch haben beispielsweise die Autoren der Studie "Vom Rand zur Mitte" ihre Zeit ebenso vergeudet wie die Friedrich-Ebert-Stiftung ihr Geld, denn "man muss nur eins und eins zusammenrechnen"...

Der Kampf gegen den Rechtsextremismus kann nicht erfolgreich geführt werden, wenn die Analyse nicht greift, und dass Herrn Assheuers Analyse nicht greift, glaube ich gezeigt zu haben. Gänzlich verfehlt ist es jedoch, Stiefelträger und böse Heiden zu jagen, wenn die wirklich gewieften Neurechten in der Lage sind, den Habitus zu wechseln wie ein Chamäleon die Farbe, und das sind sie. Der Gedanke mag Herrn Assheuer vielleicht erschrecken - aber sie gehen auch zur Kirche, wenn ihnen das sinnvoll erscheint. Sie sind in der Lage, in jedes Submilieu einzudringen, sie versuchen, jede gesellschaftliche Nische zu besetzen. Und dass ihnen das stellenweise gut gelingt, liegt nicht zuletzt daran, dass der "Kampf gegen Rechts" anscheinend in immer stärkerem Maße zur Pose und Posse verkommt. Aristoteles (der Heide war) postulierte in der Nikomachischen Ethik, dass der Bereich des Guten begrenzt, der des Schlechten hingegen unbegrenzt ist. Sowohl der "Kampf gegen Rechts" als auch die in "Vom Rand zur Mitte" zur Sprache kommenden Zustände in "diesem unserem Lande" können als Beispiel dafür dienen, wie profund diese Einsicht war.

Noch einmal die Autoren von "Vom Rand zur Mitte": "Es bleibt zu skandalisieren, dass rechtsextreme Einstellungen in diesem Ausmaß entstehen und existieren. Dass es dazu kommen kann, berührt auch die Grundlagen der demokratischen Gesellschaft. Über Rechtsextremismus kann man nicht ohne die Bereitschaft reden, auch die Verfasstheit dieser Gesellschaft zu thematisieren."

Mit anderen Worten: Es darf keine Tabuzonen (wie etwa die vermeintlich reine Mitte der Gesellschaft) für Untersuchung, Analyse und Kritik geben, will man dem Problem zu Leibe rücken, und Stigmatisierung von Randgruppen zu Sündenböcken hat zu unterbleiben, ebenso wie als "Kampf gegen Rechts" getarnte Normalisierungsattacken gegen Menschen mit nichtbürgerlichem Habitus, nichtbürgerlichen Lebensweisen und nichtbürgerlichen Überzeugungen. Anhand dieser Kriterien kann jeder zeigen, wie ernst es ihm ist.

Zum Beispiel ("Vom Rand zur Mitte"): "Die Legitimation von rechtsextremer Einstellung wird dann erfahren, wenn die Ungleichheit in der Gesellschaft in der öffentlichen Inszenierung zur Erfahrung der Ungleichwertigkeit wird. Dies gilt insbesondere und beispielhaft auch im sozioökonomischen Bereich. Jede Form von Denunziation von Arbeitslosen als zu faul, als nicht leistungsbereit, oder die periodisch auftretende Ahndung von Transferempfängern als Betrüger schafft ein Klima der Stigmatisierung und Ungleichwertigkeit, das der Nährboden für rechtsextreme Einstellungen ist. Die Stigmatisierung von Ausländern und Leistungsbeziehern schafft eine "Hackordnung", an deren unterstem Ende die Migranten stehen." Und: "Neben der direkten Konfrontation von demokratischen Werten mit rechtsextremen Inhalten müssen die sozio-ökonomischen Verhältnisse, die den Rechtsextremismus begünstigen, geändert werden. Dies betrifft die Arbeitsmarktpolitik, Raumordnung, Wohnungsbau und Sozial- wie Bildungspolitik."

Hic Rhodos, hic salta, "Netz gegen Nazis". Wir sind gespannt.

Auch bezüglich der Darstellung des Heidentums - wird es weiterhin im Sinne der Herren Assheuer und Speit dargestellt werden, wie das bisher beim "Netz gegen Nazis" der Fall ist? Selbst Wikipedia informiert mittlerweile besser über die Situation in puncto germanisches Heidentum in Deutschland als die Website einer Initiative, die sich der Wissensvermittlung in Sachen Rechtsextremismus verschrieben hat - das englischsprachige Wikipedia, wohlweislich. Nach eigener Darstellung soll das "Netz gegen Nazis" "Demokratie, Pluralismus und Toleranz in der gesamten Gesellschaft fördern." Vielleicht wird ja die explizite Begründung, warum Heiden davon ausgeschlossen sind, noch nachgeliefert. << | Liste Nach Autoren | >>

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